Chase: Das neue 4% Tagesgeldkonto. Lohnt es sich?

Chase bietet 4% Zinsne p. a. für 4 Monate

Chase ist seit einigen Monaten mit einem Tagesgeldkonto in den deutschen Privatkundenmarkt gestartet. Hinter der Marke steht die J.P. Morgan SE. Das Tagesgeldkonto ist derzeit das erste Produkt von Chase in Deutschland. Und verspricht hohe Zinsen zum Start.

Zinssatz und wesentliche Konditionen

Die wichtigsten Fakten zum Angebot im Überblick:

  • Aktionszins: 4 % p. a.
  • Dauer des Aktionszinses: 4 Monate ab Kontoeröffnung
  • Anschlusszins: aktuell 2 % p. a.
  • Art des Anschlusszinses: variabel; er kann sich jederzeit ändern und ist laut Chase nicht an den EZB-Leitzins gekoppelt.
  • Zinsberechnung: täglich
  • Zinsgutschrift: monatlich, jeweils am ersten Tag des Folgemonats
  • Kontoführung: kostenlos
  • Kontoeröffnung: kostenlos
  • Mindesteinlage: keine
  • Höchstanlagebetrag: 1.000.000 Euro
  • Tägliches Verfügungslimit: kein Limit laut Preis- und Leistungsverzeichnis
  • Verfügbarkeit: Tagesgeld, das Guthaben bleibt grundsätzlich verfügbar
  • Kontoführung: ausschließlich über die Chase-App
  • Referenzkonto: Für Auszahlungen wird ein Referenzkonto bei einer deutschen Bank benötigt.

Ein wichtiger Punkt ist die zeitliche Begrenzung des 4-Prozent-Zinses: Der Zinssatz gilt nicht dauerhaft. Nach Ablauf der ersten vier Monate wird das Guthaben automatisch zum dann geltenden variablen Zinssatz verzinst. Dieser liegt aktuell bei 2 % p. a.

Die Zinsen werden taggenau auf Basis des jeweiligen Guthabens berechnet. Durch die monatliche Gutschrift können gutgeschriebene Zinsen anschließend selbst mitverzinst werden.

Wie das Tagesgeld funktioniert

Das Chase-Tagesgeld ist ein klassisches Tagesgeldkonto: Das Geld liegt auf einem verzinsten Einlagenkonto und bleibt grundsätzlich verfügbar. Anders als ein Girokonto dient das Tagesgeld nicht dem normalen Zahlungsverkehr. Ein- und Auszahlungen laufen über Banküberweisungen.

Zinsgutschrift und Verfügbarkeit des Geldes

Die Zinsen werden bei Chase taggenau berechnet. Maßgeblich ist das Guthaben an jedem einzelnen Kalendertag. Die Berechnung berücksichtigt dabei die tatsächliche Anzahl der Tage im jeweiligen Monat und Jahr. Die Zinsen werden jeweils am ersten Tag des Folgemonats dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben.

Der beworbene Zinssatz von 4 % p. a. gilt für die ersten vier Monate ab Kontoeröffnung. Anschließend wird automatisch der jeweils gültige variable Zinssatz angewendet. Dieser liegt derzeit bei 2 % p. a. und kann sich ändern. Er ist laut Chase nicht unmittelbar an den EZB-Leitzins gekoppelt.

Durch die monatliche Zinsgutschrift erhöht sich das Guthaben. Bleibt das Geld anschließend auf dem Konto, werden auch die bereits gutgeschriebenen Zinsen verzinst. Dadurch entsteht ein Zinseszinseffekt.

So lassen sich Ein- und Auszahlungen tätigen

Bei den Einzahlungen ist Chase flexibel: Geld kann von einem auf Euro lautenden Konto bei einer Bank im SEPA-Raum überwiesen werden. Für Auszahlungen gelten andere Regeln. Das Geld wird auf das hinterlegte Referenzkonto bei einer deutschen Bank überwiesen. Dieses muss auf den Namen des Kontoinhabers lauten.

Aktuell können über die App bis zu 100.000 Euro pro Tag auf das Referenzkonto überwiesen werden. Für höhere Auszahlungen muss der Chase-Support kontaktiert werden. Laut Chase gehen Auszahlungen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Bankarbeitstagen auf dem Referenzkonto ein.

Das Tagesgeld ist damit liquide, aber nicht für den direkten Zahlungsverkehr gedacht. Überweisungen an beliebige Empfänger, Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen sind keine Funktionen des Tagesgeldkontos.

Voraussetzungen für die Kontoeröffnung

Die Kontoeröffnung erfolgt vollständig digital über die Chase-App. Voraussetzung sind unter anderem:

  • mindestens 18 Jahre
  • Wohnsitz in Deutschland
  • steuerliche Ansässigkeit in Deutschland
  • deutsche Mobilfunknummer
  • Smartphone
  • Identitätsprüfung in der App
  • für Auszahlungen ein Referenzkonto bei einer deutschen Bank

Das Konto ist laut Chase kostenlos. Eine monatliche Mindesteinzahlung ist nicht erforderlich. Auf dem Tagesgeldkonto können bis zu 1 Million Euro liegen.

Einlagensicherung und Schutz der Guthaben

Das Tagesgeld wird in Deutschland von der J.P. Morgan SE geführt. Damit unterliegt das Guthaben der deutschen Einlagensicherung. Gesetzlich geschützt sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Zusätzlich gehört die J.P. Morgan SE dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds an.

Fazit: Hoher Zinssatz zum Deutschland-Start

Mit 4 % p. a. für die ersten vier Monate gehört das Tagesgeld von Chase aktuell zu den auffälligsten Neukundenangeboten am deutschen Markt. Zum Start des Angebots im Mai 2026 lag Chase damit an der Spitze der von uns gefundenen Zinssätzen.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert